Von selbstaufblasbaren Velo-Schläuchen über clevere Smartphones für die alpine Rettung bis zum Social Network für Apps

191 Businessideen wurden eingereicht – heute wurden die zehn Gewinner des führenden Start-up- Wettbewerbs der Schweiz an der ETH Zürich gekrönt: »venture» zeigt, dass der Anreiz, aus einer innovativen Idee ein marktfähiges Unternehmen zu machen, ungetrübt ist. Neueste Trends: IT/Portale, Fachhochschulen und … Frauen!

Peter Brabeck

Zürich, 12. Januar 2012 – Bereits zum achten Mal führt McKinsey & Company den Start-up Wettbewerb »venture» durch, zusammen mit der ETH Zürich und der KTI, der Förderagentur für Innovation des Bundes, um innovative Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer bei der Gründung ihrer Start-ups zu unterstützen.

Die diesjährigen Wettbewerbsbeiträge stammen zwar aus den unterschiedlichsten Branchen wie Elektronik, Medizintechnik oder Pharma/Biotech, doch: „Diesmal ist ein Trend in Richtung IT und Portale sichtbar. Das ist vielversprechend und ich hoffe, der nächste Mark Zuckerberg kommt aus Zürich, Lausanne oder irgendeinem anderen Ort in der Schweiz”, sagt Dr. Thomas Knecht, ehemaliger Direktor von McKinsey & Company, Gründer des Wettbewerbs und langjähriger Beobachter der Schweizer Startup-
Szene.

Besonders bemerkenswert dieses Jahr ist: Vier der zehn Siegerprojekte hatten ihren Start an der ETH Zürich, drei kommen von der EPF Lausanne. Die Anzahl der Teilnehmer mit Fachhochschul-Hintergrund hat sich verdoppelt. Ebenso angestiegen ist der Anteil an UnternehmerINNEN – von 11 auf 14 Prozent. Für Dr. Silvio Bonaccio von der ETHZ ein gutes Signal: “Jungunternehmer sind ein sehr wichtiges und effizientes Vehikel, um neue Ideen und Technologien aus den Hochschulen erfolgreich in die Wirtschaft und Gesellschaft zu integrieren“. Dr. Daniela Meier von der KTI fügt hinzu: »venture» überzeugt nicht nur durch eine kompetente Jury, sondern die Teams profitieren vor allem von einer professionellen Coaching- und Netzwerk-Plattform“.

Die Jury, bestehend aus erfahrenen Unternehmern, Investoren und Venture Capitalists, hat ihre Wahl getroffen und die zehn vielversprechendsten Projekte der ersten Phase von »venture» 2012 auserkoren.

Und hier sind sie in alphabetischer Reihenfolge:

imgb7338AppAware (ETH Zürich)
AppAware ist ein soziales Netzwerk für mobile Apps und Spiele. Es ist eine schnelle, spassige und schöne Art, neue Applikationen für dein Smartphone mit Freunden zu entdecken. Es ist bereits gratis auf dem Android-Markt erhältlich: http://appaware.com

 

imgb7489Electrochromic Window Film (EPF Lausanne)
Wir haben einen elektrischen Verdunkelungsfilm entwickelt, der auf Oberflächen wie Fenster oder Spiegel (zum Beispiel Rückspiegel bei Autos) aufgezogen werden kann. Der Film reduziert den Energieverbrauch, wird drahtlos gesteuert und ist für Nachrüstung und Neuinstallationen geeignet.

 

imgb7530KB Medical (EPF Lausanne)
KB Medical, ein Spin-off-Unternehmen der EPF Lausanne, verfügt über das Fachwissen zur Entwicklung medizinischer Spitzen-Geräte für roboterassistierte Operationen. Mit der Entwicklung des Neuroglide, eines hochpräzisen Operationsroboters für das Einsetzen von Wirbelsäulenschrauben, wurden Risiken und Erholungszeit erheblich reduziert.

 

imgb7570Mabimmune Diagnostics (Universität Zürich)
Mabimmune beugt Herzinfarkten durch eine frühe Diagnose und gezielte Behandlung vor. Mittels PlaqueVision, einem antikörper-basierten Kontrastmittel, können lebensbedrohliche atherosklerotische Plaques im Körper lokalisiert und Risikopatienten identifiziert werden. FlowMab, eine antikörper-basierte Therapie, stabilisiert daraufhin die lebensbedrohlichen Plaques, um einem Infarkt vorzubeugen.

 

imgb7607OsmoTech (EPF Lausanne)
Mit seiner innovativen Technologie bietet OsmoTech eine profitable und nachhaltige Lösung zur Umwandlung von Abwärme in Elektrizität. Dabei ist OsmoTech in der Lage Energie aus sehr niedrigen Temperaturen (unter 100°C) zu gewinnen.

 

imgb7652PumpTire (Genf)
PumpTire kommerzialisiert den ersten sich selbst aufblasbaren Fahrradreifen. Stellen Sie sich vor, Ihr Fahrrad aus der Garage nehmen zu können, ohne die Reifen je pumpen oder den Druck messen zu müssen.

 

imgb7682Scrona (ETH Zürich)
Scrona hat die erste skalierbare Methode entwickelt hochdefinierte Strukturen im Nanobereich (Feature-Grössen < 100 nm) auf 3D-Bottom-up-Weise zu erschaffen. Diese kontaktfreie Drucktechnik verspricht grosse Kostenvorteile bei der Herstellung vieler Produkte der Hightech-Industrie.

 

imgb7717SwissLitho (ETH Zürich)
Swiss Litho verkauft ein einzigartiges Nanofabrikations-Tool: den NanoFrazor. Forscher und Nanotechnologie-Hersteller können diese erschwingliche und leicht zu bedienende Maschine nutzen, um rasch neue Nanostrukturen herzustellen und zu erforschen. Diese können beispielsweise in zukünftigen elektronischen, optischen oder Quantum-Nanogeräten verwendet werden.

 

imgb7756Taenia Tec (ETH Zürich)
Das Team hat eine neue Generation von Hochleistungsfolien entwickelt, die hohe Steifigkeit und Stärke mit aussergewöhnlichen Hemm- und mechanischen Dämpfungseigenschaften verbindet. Diese neuen Folien ermöglichen die kosteneffiziente Herstellung einer breiten Palette von Produkten, angefangen bei dünnerer (grüner) Lebensmittelverpackung bis hin zu Hochleistungs-Verbindungen.

 

imgb7795Uepaa Swiss Alpine Technology (FHNW)
Uepaa verwandelt Smartphones in alpine Rettungs- und Alarmgeräte indem die Geräte direkt über eine drahtlose durchschlagende Peer2Peer-Technologie verbunden werden. Uepaa verfolgt und findet Alpinisten sogar in Gebieten ohne mobile Netzwerkabdeckung und verwandelt Smartphones in Geräte zur direkten Ortung von Verschütteten.

 

  • Nach der Geschäftsidee folgt der Businessplan: »venture» 2012 geht jetzt in die zweite Runde. Am 24. Mai 2012 steht die nächste Prämierung auf dem Programm: die Wahl des besten Businessplans. Über 180 Coaches aus Wirtschaft und Wissenschaft stehen den Teilnehmenden bei der Ausarbeitung der Geschäftsstrategie und eines konkreten Finanzierungsplans mit professionellem Rat zur Seite. Bis zum Abgabetermin am 1. April 2012 können sich auch Spätentschlossene, welche die erste Wettbewerbsphase verpasst haben, noch beteiligen.

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